Stephan Fössl
Über eine Mio Top-Level-Domains .ai

Kein Ende des Geldsegens für Anguilla
Jede Woche wächst die Zahl der registrierten Internet-Domains mit .ai um einen Prozent und die Einnahmen für Anguilla sprudeln und sprudeln.
Die Zahl der registrierten .ai-Domains steigt weiter rasant und beschert der Karibikinsel Anguilla einen immer größeren Geldsegen. Vorige Woche hat Premierministerin Cora Richardson Hodge bekannt gegeben, dass die Gesamtzahl der Domains die Millionenmarke übertroffen hat.
Die Regierung hat schon mehrfach versichert, die sprudelnden Einnahmen in langfristige Projekte zu investieren; laut der Zeitung Anguilla Focus wurden damit Straßen saniert und der Flughafen ausgebaut. Zudem konnte das Land die Gesundheitsversicherung für Kleinkinder kostenfrei machen.
Pro Adresse bekommt Anguilla jährlich zwischen 140 und mehreren tausend US-Dollar, je nach Erfolg der zugehörigen Versteigerung. Gleichzeitig werden die meisten Domains jeweils nur für zwei Jahre verkauft, was ihren Wert weiter erhöht. Zuletzt wurden einzelne .ai-Domains für hunderttausende US-Dollar verkauft.
Die Vorgänge erinnern an ähnliche Geschichten aus anderen Inselstaaten, denen ihre TLD unerwartete Einnahmen beschert: Tuvalu etwa hat es geschafft, mit seiner .tv-Domain etwa zehn Prozent seines Bruttoinlandsprodukts zu erwirtschaften. Mikronesiens .fm-Domain ist bei Radiosendern und Podcastern sehr beliebt, Tongas .to-Domain bei Torrent- und illegalen Streaming-Websites. Und Tokelau hat sich mit seiner TLD den Ruf ruiniert, weil .tk oft von Betrügern verwendet wird.
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